← Alle Neuigkeiten

Symbolbild · KI-generiert
Jugend & Suchtberatung

Wenn die Sucht die ganze Familie betrifft: Ein Ratgeber für Angehörige

Sucht ist selten ein Einzelschicksal. Partner*innen, Eltern, Kinder und Geschwister leiden oft still mit – zwischen Sorge, Hilflosigkeit und dem Gefühl, selbst die Kontrolle zu verlieren. Dieser Beitrag gibt erste Orientierung.

1. Sie sind nicht schuld

Suchterkrankungen entstehen aus einem komplexen Zusammenspiel von Genetik, Lebenserfahrungen und sozialem Umfeld. Kein Angehöriger hat durch „falsches Verhalten“ eine Sucht verursacht. Sich von diesem Schuldgefühl zu lösen, ist oft der erste und wichtigste Schritt.

2. Mitleiden ist keine Hilfe

Viele Angehörige rutschen in die Rolle der Co-Abhängigkeit: Sie decken, entschuldigen, organisieren – in der Hoffnung, das Schlimmste zu verhindern. Doch genau dieses Verhalten kann die Sucht stabilisieren. Wer liebt, darf auch Grenzen ziehen.

3. Sprechen Sie – nüchtern, ehrlich, klar

Konfrontationen im Rausch führen selten zu Einsicht. Warten Sie einen klaren Moment ab, beschreiben Sie konkrete Beobachtungen („Ich habe gesehen, dass…“) und eigene Gefühle („Das macht mir Angst, weil…“). Vermeiden Sie Vorwürfe und Ultimaten, wenn Sie keine Konsequenzen tragen können.

4. Holen Sie sich selbst Unterstützung

Beratung ist nicht nur für Betroffene da. Bei Plan B bieten wir vertrauliche Einzelgespräche für Angehörige an – kostenfrei und auf Wunsch anonym. Daneben empfehlen sich Selbsthilfegruppen wie Al-Anon oder Nar-Anon, die regelmäßig in Pforzheim tagen.

Jetzt Termin vereinbaren

Rufen Sie uns an unter 07231 92277-0 oder schreiben Sie an MAIL. Wir nehmen uns Zeit.